Solidarität endet nicht beim Hände waschen

Auch wir möchten kurz über Corona sprechen.
Wie ihr wahrscheinlich auch, haben wir mittlerweile die ersten Kolleg:innen, die Menschen in ihrem Umfeld haben oder die selbst in Quarantäne gehen und Veranstaltungen an denen wir teilnehmen wollten, werden abgesagt.
Leider kommt für uns Freiberufler:innen auch dazu, dass uns und unseren Kolleg:innen Aufträge abgesagt werden müssen und eingeplante Einnahmen verloren gehen. Da unter anderem freiberufliche Bildungsarbeit sowieso schon prekär bezahlt und organisiert ist, fangen viele von uns gerade an, sich Sorgen zu machen.

Deswegen möchten wir Auftraggebende und Kooperationspartner:innen kurz auf ein paar kleine Dinge hinweisen, die freiberuflichen Kolleg:innen helfen können:

* Bitte prüft, ob ihr Ausfallhonorare zahlen könnt und schreibt sie in eure Verträge.
* Wenn es dazu kommt, dass eine Veranstaltung abgesagt wird, denkt daran, dass es uns sehr hilft wenn diese an einem anderen Termin nachgeholt wird.
* Und überlegt gerne einmal kurz, welche Arbeit, zum Beispiel Absprachen und Konzeption wir schon geleistet haben. Bitte prüft, wie diese Arbeit entlohnt werden kann.
* Außerdem merken wir, dass die Anfragen für die nächsten Monate eher rar ausfallen. Wir können natürlich total verstehen, dass alle gerade vorsichtiger sind. Gleichzeitig möchten wir euch ermutigen, auch über alternative Formate wie Webinare oder Webkonferenzen nachzudenken. Wir und viele unserer Kolleg:innen haben tendenziell Zeit und freuen uns über Einnahmen. Vorallem wenn es wirklich knapp werden sollte in den nächsten Wochen und Monaten.

Lasst uns darüber hinaus alle aufmerksam füreinander sein, mehr über Geld sprechen und schauen, wie wir Menschen ohne und mit geringem Einkommen unterstützen können!

Lasst uns das Ganze gut zusammen durchstehen. Solidarität endet nicht beim Hände waschen!