Workshop-Reihe „Selbstorganisation stärken – Workshops für linke Zusammenhänge (WoliZ)“

Selbstorganisation ist schon immer schwer. Doch nun wird der Druck auf linke Strukturen durch den zunehmenden Rechtsruck immer größer. Es ist zu erwarten, dass sich die Situation nach den anstehenden Landtagswahlen noch weiter verschärft. Das erschwert auch die interne Zusammenarbeit in linken Projekten, denn dieser Stress löst oft auch Konflikte und Spannungen innerhalb der Strukturen aus.

Als linke Moderator*innen und Mediator*innen aus Brandenburg und Berlin (Kollektiv stuhlkreis_revolte und Kolleg*innen) wollen wir emanzipatorische Zusammenhänge unterstützen und die Vernetzung vor Ort stärken. Dabei geht es um eure Erfahrungen, Austausch und gemeinsames Lernen von- und miteinander.

Ein Workshop zu „Kommunikation und Konfliktbearbeitung“ hat bereits stattgefunden. Nun folgen drei weitere Durchgänge, zu denen ihr euch ab jetzt anmelden könnt:

Gruppen stärken und zusammenhalten
Workshop Fr, 18. Oktober (18 Uhr) bis Sa, 19. Oktober (19 Uhr)

Allein machen sie uns ein! Oft entwickeln wir erst in der Gruppe – ob voll durchstrukturiert oder nur lose organisiert – die notwendige Schlagkraft für Aktionen und Projekte. Gerade um langfristig motiviert und gut zusammenzuarbeiten, ist es hilfreich, regelmäßig die eigenen Dynamiken und Rollen zu reflektieren, ein konsensorientiertes Selbstverständnis zu entwickeln, die eigenen In- und Exklusionsprozesse zu betrachten, sowie auf die eigenen Hierarchien zu blicken. In diesem Modul geht es sowohl um theoretische Grundlagen der Gruppendynamik als auch um den Austausch von praktischen Tools und Tipps für eine wertschätzende, langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit in Gruppenstrukturen.

Selbstbestimmt Aktionen planen
Workshop Fr, 15. November (18 Uhr) bis Sa, 16. November (19 Uhr)

Die gemeinsame Planung und Durchführung von Aktionen, Kampagnen oder Veranstaltungen ist ein zentraler Teil antifaschistischer Arbeit. Dabei stehen wir häufig vor dem Problem, dass Aktionsplanung mit vielen Ressourcen und Unsicherheiten verbunden ist. Innerhalb des Moduls geht es darum Methoden der beteiligungsorientierten Projektplanung kennenzulernen, Kommunikationsstrukturen für Projektarbeit und Rollen in Projekten zu reflektieren und zu bearbeiten. Das unterstützt dabei, eigene Ideen umzusetzen, langfristige Projekte durchzuführen und dabei eigene Kräfte und die der Gruppe nicht zu überfordern.

Moderation und Plenumskultur
Workshop Fr, 06. Dezember (18 Uhr) bis Sa, 07. Dezember (19 Uhr)

Gruppen organisieren sich meist im Plenum, oft ist das aber nicht zufriedenstellend und echt anstrengend. Wir wollen uns darüber austauschen, was eine gute „Plenumskultur“ ausmacht, wie die Beteiligung aller erhöht werden und Moderation zu einer besseren Zusammenarbeit beitragen kann. Dabei geht es um die Grundlagen von Rolle, Haltung und Werkzeuge einer Moderation, Entscheidungsfindung, Ablauf und Struktur von Plena und vor allem eure Fragen und Schwerpunkte.

Organisatorisches

Alle Workshops finden Freitag – Samstag inklusive Übernachtung in einem Seminarhaus in Brandenburg östlich von Berlin statt. Eine Übernachtung bis Sonntag Morgen ist optional möglich.
Ihr könnt euch für einzelne oder für alle Workshops anmelden, unabhängig davon, welche ihr schon besucht habt. Wir wollen Strukturen in Brandenburg unterstützen: Personen, die aus Brandenburg bzw. dort aktiv sind, kommen ganz oben auf die Anmeldeliste. Ihr könnt euch aber natürlich trotzdem bei uns melden, auch wenn ihr nicht aus Brandenburg kommt.

Die Teilnehmendenzahl ist auf 20 Leute begrenzt. Uns liegt Barrierefreiheit in mehrfachem Sinne am Herzen: Bitte lasst uns wissen, welche Rahmenbedingungen ihr braucht (auch wenn wir momentan noch für nichts garantieren können). Wir versuchen alles möglich zu machen.

Anmeldung

Bitte meldet euch bis 3 Wochen vor Seminarstart unter woliz@stuhlkreisrevolte.de (PGP Key für verschlüsselte E-Mails) zu einem oder allen Workshop-Wochenenden verbindlich an oder schreibt uns eine Mail mit euren Rückfragen.
Schickt uns dazu Namen, Mailadresse, wo ihr aktiv seid und ggf. Allergien zu. Genauere Infos und inhaltliche Details schicken wir euch dann mit der Vorbereitungsmail.

Falls ihr plötzlich doch noch absagen möchtet/müsst, schreibt uns bitte so früh wie möglich, damit wir anderen zusagen können.

Solltet ihr an den Terminen verhindert sein oder interessierte Menschen an anderen Orten kennen: Im Sommer 2019 wird es diese Art von Workshops an mehreren Orten geben: Halle/ Leipzig, Dresden, Süddeutschland, NRW. Wir können euch an die betreffenden Veranstalter*innen weiterleiten.

Finanzierung

Wir haben mehrere Anträge bei Stiftungen und ASten gestellt und nur einen geringen Teil bewilligt bekommen, daher empfehlen wir einen Teilnahmebeitrag nach Selbsteinschätzung von 20 bis 70 Euro pro Workshop. Das Geld wird verwendet für Unterkunft, Verpflegung, Material und eine Aufwandsentschädigung für die Orga. Eine Reisekostenunterstützung ist darin nicht enthalten, läst sich aber ggf. mit der Gruppe vor Ort nochmal besprechen.
Da es am Geld aber nicht scheitern soll, könnt ihr uns ansprechen, wenn das für euch gar nicht möglich ist.

Wir freuen uns auf euch!

Das Projekt wird finanziell unterstützt vom AStA der Technischen Universität Berlin und vom AStA der Universität Potsdam