Hand aufs Herz: Es stimmt, Moderation ist auch Arbeit. Aber sie ist kein Zauberwerk, sondern ein Werkzeug, das gelernt werden kann um vorbereitet oder auch spontan Struktur in Prozesse bringen zu können.Was verstehen wir unter Moderation?
Moderation ist nicht Kontrolle – sie ist gelebte Solidarität durch Unterstützung der jeweiligen Gruppe in ihrer Kommunikation und ihren Arbeitsprozessen. Sie schafft einen Rahmen, der Beteiligung und Ergebnisse ermöglicht und nicht einzelne Agenden durchsetzt. Und sie schafft einen Raum, gemeinsam zu diskutieren, (zusammenzu-)wachsen und zu organisieren.
Mit unserer Moderationsausbildung verbinden wir fundiertes Methodenwissen mit einer machtkritischen, diskriminierungssensiblen und partizipativen Haltung. So unterstützen wir Menschen in Verwaltung, NGOs und Organisationen dabei, Zusammenarbeit so zu gestalten, dass unterschiedliche Perspektiven gehört werden und tragfähige Entscheidungen entstehen.
Gute Moderation heißt für uns:
-
Alle kommen zu Wort, nicht nur die Lauten.
-
Arbeitsprozesse und die Arbeitsfähigkeit der Gruppe werden effektiv unterstützt
-
Diskussionen bleiben konstruktiv – auch wenn’s mal kracht.
-
Konflikte werden nicht ignoriert, sondern adressiert und (anteilig) bearbeitet.
-
Wir verlieren das Ziel nicht aus den Augen. Ergebnisse und Absprachen werden klar und verbindlich.
-
Gruppen werden in der Entscheidungsfindung unterstützt.
-
Diskriminierendem und übergriffigem Verhalten wird (methodisch) vorgebeugt. Sollte es doch geschehen, so wird es adressiert und ihm verantwortungsvoll entgegnet.
Was heißt „Moderationsausbildung“?
Moderator*in in der Begleitung von Gruppenprozessen zu sein ist kein zertifizierter Beruf und fußt auf keiner einheitlichen Ausbildung. Viele von uns lernen moderieren durch die Praxis und entwickeln sich durch kollegialen Austausch weiter. Wir wollen den Versuch starten, aus unserer Perspektive möglichst viele Aspekte von Moderation zu vermitteln, die wir als Moderationskollektiv aus über 12 Jahren und all unseren Aufträgen als wichtig in unserer politischen Arbeit erachten. Denn: Auch wir haben uns dieses Wissen prozessorientiert erarbeitet und möchten es teilen.
Unser Angebot umfasst dabei folgende 8 Module:
GRUNDKURS
-
Einstieg: Was ist Moderation
-
Methoden und Visualisierung
-
Gruppendynamik gestalten: Macht, Diskriminierung, Partizipation und Inklusion
-
Online Moderation (findet online statt)
AUFBAUKURS
-
Umgang mit Rechts/Macker*innen weg moderieren
-
Entscheidungsfindung moderieren (findet online statt)
-
Konflikte moderieren
-
Abschlussmodul
Dazu begleitend die Reflexion eines eigens gewählten Praxisprojekts.
Umfang
Die Module finden 2027 an Wochenenden, jeweils für 2 1/2 Tage statt.
Klingt spannend – bin ich eure Zielgruppe?
Dieses Angebot richtet sich an alle, die Moderation für sich, ihre Arbeit in NGOs/Verwaltung und/oder ihre Politgruppen nutzen und vertiefen wollen. Für uns als Kollektiv steht die Stärkung emanzipatorischer Strukturen und politischer Ziele im Fokus unserer Arbeit. Wir freuen uns, wenn auch du das mit deiner Arbeit verfolgst und diese Ausbildung nicht nutzt, um danach DAX Vorstandssitzungen für ordentlich Kohle zu moderieren.
Anmeldung, Kontakt und Rückfragen:
Du hast Lust, teilzunehmen? Toll! Dann findest du hier bald alle Infos zur Anmeldung
Falls du noch Fragen hast, melde dich gern unter: hallo@stuhlkreisrevolte.de
Du hast Lust, uns als Kooperationspartner*in zu unterstützen? Fantastisch! Wir freuen uns über eine E-Mail von dir unter hallo@stuhlkreisrevolte.de